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Marcel Köhler

Katz’s Delicatessen in New York: Ein Sandwich, das längst eine Legende ist

Katz’s Delicatessen ist kein Restaurant, das sich erklären muss. Man geht rein, stellt sich an, bekommt ein Ticket in die Hand gedrückt – und ist sofort mittendrin. Ich war vor Kurzem dort. Es war laut, voll, ein bisschen chaotisch. Und genau das macht den Laden aus. Niemand versucht hier, dir etwas Besonderes zu zeigen. Es passiert einfach.

Nach 30 Minuten anstehen vor dem Laden und 15 Minuten anstehen im Laden, steht man an der Theke, schaut zu, wie das Pastrami geschnitten wird. Dicke Scheiben, direkt vom Stück, noch warm. Der Mann hinter dem Tresen reicht dir ein kleines Stück rüber. Du probierst. Kein großes Gespräch, kein Verkaufstrick. Dann bestellst du. Dieser Moment ist kurz, aber irgendwie bleibt er hängen. Vielleicht, weil er so direkt ist.

Katz's Delicatessen Neon-Leuchtreklame hinter einer Fensterscheibe
In den Fenstern spiegeln sich die ikonischen Neonlichter von Katz’s (Foto: Marcel Köhler)

Katz’s Deli in Manhattan: Ein Ort, der sich nicht erklären muss

Drinnen wirkt alles ein bisschen wie stehen geblieben. Alte Wandschilder, Fotos von Stars aus aller Welt an den Wänden, Leuchtreklamen und Tische, die schon viel erlebt haben. Nichts sieht neu aus, aber auch nichts fehl am Platz. Es fühlt sich eher so an, als hätte sich hier über Jahre einfach alles angesammelt. Und genau deshalb passt es. Viele kennen den Laden aus der Szene in When Harry Met Sally…. der Tisch ist sogar markiert.

Einen freien Platz zu finden war gar nicht so leicht. Es ist voll, laut, ständig in Bewegung. Leute kommen, gehen, stehen mit Tabletts in der Hand zwischen den Tischen und suchen genau wie man selbst nach einer kleinen Lücke.

So sieht es bei Katz Delikatessen innen aus
Bilder von Promis an der Wand, die hier im Lokal zu Gast waren

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Das berühmte Sandwich ist simpel: Brot, Fleisch, Senf. Dazu gibt es ein paar Gewürzgurken als Beilage. Mehr nicht. Es wirkt fast unspektakulär – bis man reinbeißt. Dann merkt man schnell, dass hier nichts fehlt. Alles ist genau so, wie es sein soll. Das sollte es auch, denn der Preis ist ebenso saftig wie das Fleisch: 35 Dollar kostet das traditionelle Pastrami Sandwich von Katz.

Weltberühmt: Das Pastrami Sandwich bei Katz in New York
Viele Bilder, Biermarken und Leuchtreklamen zieren das Innenleben (Foto: Marcel Köhler)

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Es gibt keine Experimente, keine wechselnden Trends. Die Karte ist überschaubar, und das scheint auch niemanden zu stören. Katz’s funktioniert nicht, weil es besonders durchdacht wirkt. Sondern, weil es echt ist. Man sitzt da, isst sein Sandwich, hört das Stimmengewirr, riecht das Fleisch vom Grill – und merkt irgendwann, dass man gerade gar nichts vermisst.

Katz’s Deli: Lohnt sich der Besuch?

Das Katz’s Deli ist definitiv einen Besuch wert – allein schon, um den legendären Geschmack selbst zu erleben und die besondere, fast schon nostalgische Atmosphäre vor Ort aufzusaugen. Es ist mehr als nur ein Restaurant, es ist ein Stück New Yorker Kultur. Allerdings wird ein zweiter Besuch wohl auf sich warten lassen, denn die Preise sind nicht ohne. Trotzdem: Für dieses einmalige Erlebnis lohnt es sich allemal.

Das Deli liegt im Viertel Lower East Side in Manhattan, direkt an der Ecke East Houston Street und Ludlow Street. Wir nutzten die J/M/Z-Linien → Station Delancey St–Essex St → ca. 5 Minuten zu Fuß

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